www.profind.info | Ausdruck vom 19.11.2017 07:45

Teilprojekt 5: „Reduktion von Sturzangst nach Hüft- und Beckenfrakturen“

In dieser Studie wird untersucht, welche Einflüsse eine dreimonatige multifaktorielle Intervention auf die Verminderung von Sturzangst und die Förderung der körperlichen Aktivität hat. Die Zielgruppe sind ausschließlich Patienten in einer geriatrischen Rehabilitation nach Hüft- oder Beckenfraktur.

Die Bearbeitung der insgesamt sechs Interventionsmodule erfolgt zum einen über acht Einheiten in der Reha, die zusätzlich zum normalen Therapieprogramm angeboten werden. Darüber hinaus finden vier Telefonanrufe und ein Hausbesuch innerhalb von drei Monaten nach Entlassung statt.

Die Intervention besteht aus folgenden Modulen:
1.
Entspannungstechniken: Der Patient erlernt eine Entspannungsmethode, die während des Reha-Aufenthaltes vom Physiotherapeuten angeleitet wird. Zudem haben die Patienten die Möglichkeit, selbstständig eine angeleitete Entspannung mit Hilfe eines Abspielgerätes durchzuführen.
2. Mobilitätsziele und deren Erreichung: Mit dem Patienten werden zunächst die Lebensbereiche besprochen, die ihm vor dem Sturzereignis wichtig waren. Für diese wird dann betrachtet, welche Mobilitätsvoraussetzungen für deren Erreichung notwendig sind.
3. Sturzbezogene Kognitionen und Emotionen, kritische Situationen: Erhebung und Umgang mit Einstellungen zum Thema Sturz, Möglichkeiten der Sturzvermeidung sowie eigenen Sturzängsten.
4. Individuelles Trainingsprogramm: Erstellung eines auf den Patienten zugeschnittenen Trainingsprogramms sowie Entwicklung von individuellen Motivations- und Selbstkontrolltechniken.
5. Implementierung des Trainingsprogramms und Aktivitäten in den Alltag: Ziele dieses Moduls sind die Integration des erarbeiteten Trainingsprogramm in den Alltag sowie die Implementierung von möglichen (sozialen) Aktivitäten in das alltägliche Leben.
6. Sturzfallen: Beim Hausbesuch werden mögliche Sturzfallen im häuslichen Umfeld identifiziert und eventuelles Risikoverhalten besprochen.

Als Hauptendpunkte werden die körperliche Aktivität und sturzbezogenen Kontrollüberzeugungen bzw. Sturzangst betrachtet. Sekundäre Endpunkte sind Angst, depressive Symptomatik, soziale Partizipation und körperliche Funktion.

 

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