www.profind.info | Ausdruck vom 20.09.2017 04:03

Teilprojekt 2: „Gesundheitsökonomie von osteoporotischen Frakturen“

Teilprojekt 2 beschäftigt sich mit der gesundheitsökonomischen Analyse von osteoporotischen Frakturen (OF) aus verschiedenen Blickwinkeln. Die meisten gesundheitsökonomischen Studien von OF stellten bisher Hüftfrakturen sowie die kurzfristigen Frakturkosten in den Mittelpunkt. Umfassende Krankheitskostenstudien, die z.B. Frakturen des Handgelenks und vertebrale Frakturen sowie langfristige Kosten betrachten, sind selten, insbesondere auch für Deutschland. Des Weiteren ist wenig über die ökonomische Bedeutung von OF bei bestimmten benachteiligten Gruppen, wie z.B. Personen mit Einschränkungen im Bereich der ADL/IADLs oder auch bei geistig Behinderten, bekannt. Die Analyse der Kosteneffektivität von nicht-pharmazeutischen Präventions- und Interventionsleistungen ist ebenso wenig untersucht.
Das Teilprojekt 2 ist in drei sich ergänzende Arbeitspakete unterteilt, welche eine umfassende gesundheitsökonomische Betrachtung von OF ermöglicht.

Im ersten Arbeitspaket soll ein Krankheitsmodell für OF (Markov-Modell) entwickelt werden, welches als Grundlage für eine modellgestützte inzidenzbasierte Krankheitskostenstudie sowie zur gesundheitsökonomischen Evaluation (Kosten-Effektivitäts-Analysen) der Teilprojekte 3, 4 und 5 dienen soll.

Im zweiten Arbeitspaket sollen umfassende Krankheitskostenstudien aller wichtigen OF-Arten durchgeführt werden. Zu diesen gehört die genannte modellgestützte inzidenzbasierte Krankrankheitskostenstudie, welche Informationen zu Langzeitkosten von OF in Deutschland bis 2050 liefert. Eine prävalenzbasierte Krankheitskostenstudie auf Basis des Konzeptes der attributablen Fraktionen sowie eine empirische Krankheitskostenstudie auf der Grundlage von Sekundärdaten der GKV (AOK Bayern), welche in enger Zusammenarbeit mit Teilprojektpartner 1 durchgeführt wird, sind weitere Bestandteile des zweiten Arbeitspakets.

Im dritten Arbeitspaket sollen Kosten-Effektivitäts-Analysen der im Netzwerk geförderten klinischen Versuche durchgeführt werden. Ebenso soll das im ersten Arbeitspaket entwickelte Krankheitsmodell als Grundlage dienen, um die Entwicklung der populationsbezogenen Intervention aus Teilprojekt 3 bereits in einem frühen Stadium zu unterstützen.

Die aus Teilprojekt 2 gewonnen Ergebnisse sollen Entscheidungsträger über die Bedeutung von OF sowie über die Kosteneffektivität von Interventionen informieren, um den wirtschaftlichen Einsatz knapper Ressourcen in der Gesundheitsversorgung zu unterstützen. 

 

www.uni-ulm.de

 

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